The Silent Veil
A cozy place for Night Owls - Druckversion

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A cozy place for Night Owls - Roxanne Weasley - 01.09.2026

Wohin gehst du, wenn nachts alles dunkel wird, die Straßen sich leeren, du aber keine Lust auf zu Hause hast oder irgendwelche Partys? Wie wäre es mit einem Café. Kuchen, Kaffee, die heiße Besitzerin und ein paar Bekannte oder wenige Bekannte Gesichter mit denen man über alles reden kann. Geschichten von der ersten Liebe oder der aktuellen Schwärmerein. Neue Jobs und Kündigungen. Eine Familie gründen oder eine verlieren. Die Hochs und Tiefs des Lebens, werden hier freigelegt. Mit Rat, Tat, einem offenen Ohr oder auch nur einem warmen Getränk geht der Abend doch viel schöner vorbei.

The Moonlight Mug


In einer unscheinbaren Seitengasse in London, ein wenig verborgen und abseits der üblichen Wege liegt The Moonlight Mug. Es ist ein kleines Café mit großer Fensterfront auf der Kaffeebecher wie mit Kreide gemalt dekorativ verteilt sind. Betritt man den Laden über dessen Tür der Name steht, kommt man in einen kleinen Wohlfühlort. Direkt voraus ist ein Tresen, dahinter findet man meist die schöne Besitzerin und Barista, die einen mit einem Lächeln begrüßt. Vor dem Tresen stehen einige Barhocker. An der Wand hinter dem Tresen alle möglichen Kaffeesorten und sonstige Zutaten für besonders kreative Rezepte. An der Fensterfront stehen ein paar Tische mit je zwei gemütlichen Sesseln. In der Ecke, die keine Fenster mehr besitzt, befindet sich ein einzelner größerer Tisch mit zwei Sofas, der leicht Platz für vier Personen bietet oder für sechs, wenn man gerne kuschelt. Gegenüber des Sofas geht es zu den Toiletten - Unisex.
Dekoriert ist das Café mit einem gemütlichen Herbstvibe. Orange und Brauntöne. Entspannte Hintergrundmusik. Alles lädt zum Verweilen an. Kissen und Decken liegen auf den Sesseln und Sofas bereit. Hin und wieder streicht eine Katze um die Beine der Gäste, seltener bekommt man auch den Hund zu Gesicht, der seinen Platz irgendwo hinter dem Tresen hat. Mit Magie wird das Café stets kühl gehalten, um selbst im Sommer ein Herbstfeeling zu bieten. Und hin und wieder ziert auch die ein oder andere Regenbogenflagge einen Abschnitt des Cafés, sei es eine Flagge über der Tür zu den Toiletten, eine Decke oder die ein oder andere Tasse.
Für Muggel ist das Café nicht zugänglich. Sehen sie nur ein leerstehendes Gebäude, mit einem Zauber, der sie direkt kehrtmachen lässt, sollten sie es dennoch betreten wollen. Selbst Zauberer finden dieses Café meist nur von Hörensagen. Und immer wieder kommt jemand und wundert sich, wie dieses Café bestehen kann, wenn es so wenig Gäste hat, dass man damit kaum Geld verdienen kann und Öffnungszeiten, die erst ab 22 Uhr abends beginnen und um 4 Uhr ihre Pforten schließen.

Die Besitzerin


Kit Stone, geboren in London, Abschluss in Hogwarts und danach eine Weile um die Welt gereist. Sie gründete das Café nachdem sie etwas ähnliches in Paris fand. Bei dem alten Magier dort lernte sie nicht nur das Barista-Handwerk, sondern auch wie man eine gute Zuhörerin wurde. Und wie man manchmal Sachen hörte, die ungesagt zwischen den Zeilen auftauchten. Ein Jahr lang blieb sie in Paris bei dem Mann, bis dieser starb. Seine Krankheit hatte er ihr verschwiegen. So blieb sie mit seiner Katze, Amber, alleine zurück. Sein Café war hochverschuldet und Kit musste es schweren Herzens verkaufen. Traurig und deprimiert kehrte sie nach London zurück. Während eines Spazierganges begegnete ihr ein schwarzer Labrador, der ihr wie ein Schatten folgte. Als sie ihm bemerkte, führte er sie zu einem verlassenen Gebäude, dem perfekten Ort für ein Nachtcafé. Den Hund nannte sie Shadow und das Café wurde The Moonlight Mug. Es war kein Monat vergangen, als ein Brief und ein Mann mit zugeknöpften Hemd und dicker Brille im Café auftauchte. Jaques, ihr französischer Mentor, hatte Kit eine Menge Geld vererbt. Er hatte nicht gewollt, dass es in sein Café geht, da man es ohnehin schon lange abreißen wollte, zudem wollte er, dass Kit sich etwas eigenes schaffte. Sie hat damit genug Geld, um das Café zu führen, selbst wenn sie nicht viele Kunden bekam. Lange gab es tatsächlich nur eine Kundin - Beatrice Whitmore. Sie war hübsch, liebevoll, mochte die beiden Vierbeiner und hatte einfach diese Art an sich, bei der man sich fallen lassen wollte. Und Bea verliebte sich recht leicht, so auch in Kit, welche etwas länger brauchte, um ihre Gefühle zu akzeptieren. Ganz nach dem Motto: “One fell first, the other fell harder” traf dies auch auf die beiden zu. Kit wollte Bea die Welt zu Füßen legen.
Doch das Schicksal ist ein gemeines Biest. Bea wurde schwer krank, so sehr, dass auch die Heiler im St. Mungo keine Lösung wussten. Bea ging nach Griechenland ins Aitherion - der Zauberschule dort, die auch Studiengänge anbietet und sich darauf spezialisiert hat, Heilungen für jede Krankheit zu finden. Verzweifelte Leute wandten sich oft an die Schule, um ihnen zu helfen. Bea wird dort behandelt und Kit ist wieder alleine mit ihren Vierbeinern und dem Café und hofft nur, dass die Frau, die sie so sehr liebt, bald zu ihr zurückkehrt. Geheilt und bereit für eine gemeinsame Zukunft.

Outro


Die Idee zu einem Nachtcafé habe ich schon seit ich das erste Mal Coffee Talk gespielt habe. Irgendwie fand sie nie so richtig anklang. Aber ich dachte mir, dass sie vielleicht gut hier her passen würde. Und neben tollen Stammkunden oder angeworbenen neuen Kunden, würde ich mich natürlich auch über jemanden freuen, der vielleicht sogar Bea Leben einhauchen will.
Lasst mich gerne wissen, was ihr davon haltet.